16. Mai 2016

5 Tage Barcelona

Sightseeing, Shopping und Urlaub in einem

By Leah Sophie Meister In Travel

Barcelona war schon seit längerer Zeit eine Stadt, die mich enorm reizte. Ich bin seit Kindesalter ein Spanien-Fan, kannte aber bis auf Malaga nur die spanischen Inseln. Das sollte sich nun ändern. Also ging die Reise los für meinen Bruder Sven und mich.

Gebucht haben wir für den Trip nach Barcelona nicht wie üblich alles einzeln, sondern mehr oder weniger pauschal über Lufthansa Holidays.

Tipp von Sven für Meilenjäger: Pro 2 Euro Umsatz über Lufthansa Holidays bekommt ihr 1 Meile gutgeschrieben. Setzt man seine Miles & More Kreditkarte ein, bekommt man auch hierfür eine Meile pro Euro. Zwar kostet die Zahlung via Kreditkarte – wie überall – einen Aufschlag (hier 10 Euro), man spart sich aber wiederum die Reiserücktrittsversicherung, die die Kreditkarte abdeckt.

Flug

Für Sven und mich als begeisterte Flieger, war der Flug nach und von Barcelona ein kleines Highlight der Reise. Wir hatten einen Gabelflug. Los ging es von Hamburg über Frankfurt nach Barcelona und zurück nach Hamburg über München.

Etwas Panik hatten wir schon vor Reiseantritt vor dem Umsteigen am Flughafen in Frankfurt.  Die Zeit war knapp, 50 Minuten um es genau zu nehmen. Da der Flughafen riesig ist, Sven persönlich bereits schlechte Erfahrungen damit machte, blieb das mulmige Gefühl letztlich bis die erlösenden Worte des Piloten durch die Lautsprecher kamen, an welchem Gate man in Frankfurt anlegen würde.

Wir hatten Glück, es wurde das Gate 16. Unser Weiterflug fand vom Gate 17 statt

Geflogen sind wir mit der Lufthansa.

Hierzu ein kleiner Tipp bei Buchungen über Lufthansa Holidays: Mit der Buchungsreferenz könnt ihr auf der Seite der Lufthansa euere Flugbuchung aufrufen. Hier könnt ihr nun kostenlos euere Lieblingssitzplätze reservieren.

Los ging es dann nach einem schönen Flug durch dicke Regenwolken vom Flughafen in Frankfurt, wo es bei 13 Grad in strömen regnete

Barcelona – erster Eindruck & Transfer

Eine Stunde und 40 Minuten später erreichten wir Barcelona bei strahlend blauen Himmel und gut 23 Grad. Also raus aus dem Flugzeug und ab ans Meer.

Da wir uns bereits vorab schon geeinigt hatten, mit Koffer und Rucksack aufgrund von Zeitverlust und „kein Stress im Urlaub“ auf die U-Bahn zu verzichten, buchten wir über den Anbieter Costa Brava Taxi einen direkten Transfer zum Hotel.

Sven und ich wurden also direkt in der Ankunftshalle vom Taxifahrer mit Namensschild in Empfang genommen. Das klappte besser als erwartet und wir waren nach 16 Minuten am Hotel.

Schon bei der Fahrt über die Stadtautobahn in Barcelona konnte man erahnen, dass es sich bei Barcelona nicht nur um eine Städtereise mit viel Sightseeing handeln würde, sondern auch um puren Urlaub mit Sonne, Strand, Meer und vor allem Palmen! Barcelona ist so typisch spanisch, wie es bei mir in Erinnerung war.

Hotel 4 Barcelona

Unsere Unterkunft war das vier Sterne Hotel 4 Barcelona im Stadtteil Sant Marti, unweit vom Strand Barcelonas entfernt.

Wir entschieden uns für dieses, recht teure, Hotel aufgrund von sehr positiver Bewertungen bei HC und TA, allem voran natürlich aber wegen der idealen Lage.

Da es, wie schon erwähnt, sich nicht nur um einen Städtetrip handeln sollte, sondern auch um Urlaub, war die Lage perfekt.

  • Der Strand ist zu Fuss in gut 5-10 Minuten zu erreichen
  • Die Metrostation Llacuna ist zu Fuss in 5 Minuten zu erreichen
  • Die Strasse Rambla del Poblenou mit sehr vielen Restaurants ist zu Fuss in gut 10 Minuten zu erreichen.
  • Das Einkaufszentrum Glories ist zu Fuss in gut 25 Minuten zu erreichen

Der Check-In im Hotel war flott erledigt, unser Zimmer lag in der zweiten Etage. Schade – ab der 6. Etage solle laut Bewertungen das Meer zu sehen sein.

Unser Ausblick beschränkte sich dann auf einen Friedhof.

Die Zimmer im 4 Barcelona waren hell, modern eingerichtet und sehr sauber. Man kann den Bildern auf den Bewertungsplattformen Glauben schenken.

Auch das Badezimmer war ausreichend groß, hell und mit einem Fenster ausgestattet. Leider ließ sich die Tür nicht abschließen, was nicht weiter schlimm war, allerdings ließ sie sich auch nicht zu machen, sie ging immer wieder auf, so dass wir uns mit dem Mülleimer behelfen mussten, denn ein wenig Privatsphäre wünscht man sich dann in bestimmten Momenten doch.

Hotel 4 Barcelona – ein K.O. Punkt

Soweit ganz zufrieden mit dem Hotel, und vor allem der Lage, gab es dann am nächsten Morgen das böse Erwachen. Das Frühstück.

Hungrig ging es in die erste Etage zum Restaurant und der anschließenden Frage: Wo setzen wir uns hin!?

Der Platz war Mangelware, Sven und ich erhaschten aber schließlich doch noch einen Platz am Fenster, welcher eher schlecht als recht war, denn das große Problem beim Frühstück im 4 Barcelona war, dass die Tische viel zu dicht am Buffet standen.  Am ersten und auch an den kommenden Tagen hatten wir ständig die Hintern von den Menschen an unserem Tisch, die sich am Buffet bedienten. Das ging nicht nur uns so, der Blick in die Gesichter der Menschen an diesen Plätzen sprach Bände.

Am dritten, vierten und fünften Morgen war es dann so voll, dass wir in der Schlange 15 Minuten warten mussten, bis wir das Restaurant betreten durften. Wir  bekamen dabei dann unter andern auch einen erhofften Platz am Fenster, fern ab vom Buffet. Aber auch hier war der Platz so eng bemessen, dass man sich auf seinen Stuhl quetschen musste.

Für uns war das Frühstück ein Horror und der ausschlaggebende Punkt, warum wir nie wieder in dieses Hotel fahren würden. Es ist weder einem vier Sterne Hotel entsprechend, noch anderweitig zu entschuldigen. Wir hatten, vor allem für das Hotel, sehr viel Geld bezahlt und waren bitter enttäuscht. Wir fühlten uns wie Vieh bei der Futtervergabe.

Die Strände in Barcelona

Etwa 5-10 Minuten brauchten wir zu Fuss zum Strandabschnitt Playa del Bogatell. Auf dem ersten Weg dorthin, besuchten L. und ich einen kleinen Supermarkt namens Alimentació Papi, um uns mit Getränken einzudecken. Wir zahlten 70 Cent pro Dose und wurden sehr nett empfangen und auch bedient. An den kommenden Tagen waren wir dreimal pro Tag hier einkaufen und bald als Stammgäste bekannt 🙂

Viele Meinungen hörten wir bereits vor der Reise über die Stadtstrände von Barcelona. Von total schlecht bis hin zu wunderschön war alles dabei. Wir konnten uns nun unser eigenes Bild schaffen und waren vom Abschnitt Playa del Bogatell begeistert. Die Müdigkeit nach nunmehr 12 Stunden Reise waren im Nu verschwunden, die Sonne strahlte vom blauen Himmel auf das wunderschöne Meer, welches hinter den vielen Palmen an der Strandpromenade entlang ein Traum war. Endlich wieder angekommen in Spanien, endlich wieder im Urlaub, endlich wieder alles vergessen und die schönen Orte dieser Welt geniessen.

Beim Entlangschlendern mit den Füssen im Wasser waren wir mehr als begeistert; kein Dreck, sauberes Wasser, nicht überfüllt, perfekt!

Sicherlich sind die Strände in Barcelona keine Traumstrände wie in der Karibik – oder unter uns Normalsterblichen wie auf Fuerteventura – aber sie sind auch nicht schlecht, so dass wir am nächsten Tag erst mal einen Strandtag einlegten!

Essen am Port Olimpic

Am ersten Nachmittag plagte uns dann doch, trotz der spannenden und sehr schönen Eindrücke in Barcelona, irgendwann der Hunger. Wir begaben uns über die Strandpromenade auf die Suche nach Restaurants mit humanen Preisen. Leider war die Suche relativ schwierig und wir waren doch etwas erschrocken über die Preise, wie zB eine Pizza für 18 Euro.

In der Pizzeria, welche rechts vom Restaurant La Fitora liegt (hier in Google-Maps markiert) –  leider ist mir der Name entfallen und es gibt auch (Gott sei Dank) in Google keinen Eintrag – ließen wir uns nieder und bereuten diesen Schritt auch schon bald. Die Bedienung war extrem unfreundlich, brachte mir zunächst ein Bier (obwohl eine Sprite bestellt) und brauchte auch für das Wechselgeld geschlagene 15 Minuten.

Die Pizza war ekelhaft. Normalerweise ist die spanische Pizza ja ein Hit, in Barcelona testeten wir allerdings vier und waren jedes Mal erstaunt darüber, wie schlecht diese war.

Am besten speisten wir im Restaurant Barnabier am Port Olimpica, hier bekommt man neben einer netten Bedienung auch eine sehr gute Paella.

Ansonsten waren wir vom Essen und von der Gastfreundlichkeit in den Restaurants am Port Olimpica arg enttäuscht.

Shopping in Barcelona

Der vierte Tag unseres Barcelona Urlaubs sollte nun der Tag werden, an dem das Wetter sich stark verschlechtern sollte. Vom strahlend blauen Himmel war leider nichts mehr zu sehen, aber es war immerhin noch warm. Etwa 21 Grad schwül. Wir beschlossen, das sei das perfekte Wetter zum shoppen.

Viel laß und ließt man auf den unterschiedlichen Bewertungsplattformen vom Einkaufszentrum Glories, welches nicht unweit unseres Hotels lag. Wir entschlossen uns für den Fussmarsch.

Nach gut 25 Minuten erreichten wir das besagte Einkaufszentrum, fanden aber nicht so recht einen Eingang. Entlang von diversen Restaurants und einer Baustelle, landeten wir schließlich im Inneren in einem großen Supermarkt, was wohl nicht ganz unser Ziel war. Wir gingen also weiter, einmal umher, wieder nach draussen, eine Rolltreppe hinauf und wieder zurück, wir fanden keinen Eingang, keine Schilder nichts, ausser H&M und C&A.

Na, das muss es wohl sein. Ein Zara war ebenso vertreten, der Zugang war von Aussen und die Ausgänge im oberen Bereich waren wegen der Baustelle versperrt. Das war es auch schon, mehr als diese drei Geschäfte gab es schlichtweg nicht. Pure Enttäuschung.

Etwas entmutigt nahmen wir dann Google kurz zur Hilfe und entdeckten in nicht allzu großer Entfernung das Diagonal Mar, ein weiteres Einkaufszentrum. Also ging es los, ein weiterer Fußmarsch von etwas mehr als 15 Minuten, also halb so wild.

Am Diagonal Mar Centro Commercial angekommen fanden wir dann das, was wir eigentlich im Glories suchten; Viele Geschäfte, von Marke bis Kitsch, hier war alles vertreten.

Gut drei Stunden und dreihundert Euro weniger in der Tasche verließen wir dann wieder das Einkaufszentrum und traten den Heimweg zum Hotel an.

Zum Shoppen testeten wir noch zwei Tage später die Hauptstrasse Av. Diagonal, waren aber auch hier weniger beeindruckt von den Shoppingmöglichkeiten. Da hatten wir uns mehr von

Hop-On, Hop-Off

Am dritten Tag in Barcelona stand Sightseeing auf dem Programm. Barcelona bietet hierfür eine tolle Möglichkeit, die Hop-On, Hop-Off Touren. Mit dem Bus erreicht man bequem alle Sehenswürdigkeiten der Stadt und kann beliebig oft ein- und aussteigen, um sich die einzelnen Orte genauer anzuschauen. Mein Bruder und ich buchten bereits im Voraus eine Tagestour und starteten glatt im falschen Bus…

Es gibt zwei unterschiedliche Anbieter, einmal die Barcelona City Tour (rot) und die Barcelona Bus Touristik (türkis). Wir buchten ersteren Anbieter und stiegen in letzteren, naja, man ist ja dummer Touri.

Mit dem Doppeldecker Bus ging es dann durch die Stadt von Barcelona. Über zwei Strecken (grün und orange) erreicht man in je zwei Stunden alle beliebten Orte von Barcelona. Wir fuhren erst einmal eine zeitlang mit, unser erstes Ziel zum aussteigen war dann die Sagrada Familia, welche nach etwas mehr als 25 Minuten Fahrt erreicht wurde.

Also raus aus dem Bus, umgeschaut, Fotos gemacht und wieder rein in den Bus, es ist in der Tat so einfach.

Von der Sagrada Familia ging es zum nächsten, für uns interessanten Ziel, dem Park Guell. Der Park Guell ist bekannt für seinen Panorama Blick über Barcelona, das durften wir uns natürlich nicht entgehen lassen.

Viele sind der Meinung, dass man den sagenhaften Ausblick über Barcelona nur zu Gesicht bekommt, wenn man in den kostenpflichtigen Part des Parks geht. Das ist so nicht ganz korrekt. Zwar erreicht man dann die kleine Terrasse mit den bunten Steinen, die man von zich Bildern kennt, muss dafür aber auch stundenlang in der Schlangen stehen.

Wir taten dies nicht und gingen die erste Treppe hinauf, dann die nächste und weiter, immer weiter hinauf bis wir dann den ersten Blick auf Barcelona zu sehen bekamen:

Sagrada Familia vom Park Guell aus.

Ein von @flyzeit gepostetes Foto am

Wir schafften es nicht bis ganz hinauf, aber der Ausblick hat sich gelohnt.

Auch der Abstieg vom Park Guell ist ein Highlight:

Tolle Aussicht beim Abstieg 👍

Ein von @flyzeit gepostetes Foto am

Vom Park Guell ging es weiter mit dem Bus durch die Stadt, das nächste Ziel war das Hotel Miramar auf dem Stadtberg Montjuic, auch von hier aus hat man  einen schönen Ausblick auf Barcelona und seinen Hafen.

Diesen Aussichtspunkt kann man auch mit der Seilbahn, welche 85 Meter über den Boden schwebt, erreichen. Wer, so wie Sven und ich, etwas unter Höhenangst leidet und keine Lust auf Gequetsche hat, der sollte hierauf aber lieber verzichten:


Unsere letzte Station, wo wir ausstiegen, war das Fussballstadion vom FC Barcelona. Klar, ein Highlight, auch wenn wir Camp Nou nur von Aussen bestaunen konnten, 25 Euro pro Person für eine Besichtigung war uns einfach zu viel.

Trotzdem, einmal vor den Toren des wohl besten und größten Fussballvereins der Welt zu stehen, ist echt stark!

Um die Hop-On, Hop-Off Tour abzuschließen, fuhren wir mit bis zum Ende am Placa de Catalunya. Hier treffen sich beide Linien (die eine endet, die eine startet), so dass wir zurück in die grüne Linie steigen und bis kurz vors Hotel fahren konnten.

Die Bus-Tour durch Barcelona hat sich gelohnt, wir konnten ALLE Ecken der Stadt einmal anschauen, die für uns interessanten Dinge genauer erkunden und haben dafür nur einen Tag gebraucht.

FAZIT:

Barcelona ist eine wundervolle Stadt, sie ist sauber, sie hat viel zu zeigen, sie hat Palmen… Wir waren beide sehr angetan von der guten Kombinationsmöglichkeit aus puren Urlaub mit Sonne, Strand, Meer und eben den vielen Sehenswürdigkeiten einer Großstadt.

Barcelona ist eine Reise wert, nicht nur für Spanien-Fans. Ich persönlich werde versuchen, diese Stadt noch einmal zu besuchen!

Fotos (C) Sven Meister.  

Nikon D610, Tamron 24-70 mm 2.8 & iPhone 6s.

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2 Kommentare
  1. […] Badezimmer war schick und sauber. Etwas Panik hatten wir, nach den schlechten Erfahrungen unseres Barcelona Trips, nun vor dem Frühstück. Aber weit gefehlt, das Frühstück war klasse. Auch in der Ferienzeit war […]

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