29. April 2016

Kurztrip Berlin, du bist so wunderbar…

Berlin in 2 Tagen

By Sven Meister In Travel

… aber nur an bestimmten Orten und auch nur, wenn die Sonne scheint.

Ihr merkt schon, ich bin kein Berlin-Fan, dennoch zog es mich am vergangenen Wochenende für eine Kurzreise mit der Familie in unsere Deutsche Hauptstadt.

Auch wenn Berlin nur etwa 300 km von Hildesheim entfernt ist, entschied ich mich auch diesmal den Kurztrip mit dem Flugzeug anzutreten. Da ich spontan einen (bzw. vier) sehr günstige Flüge mit der Lufthansa über München fand, buchte ich den etwa 5 stündigen Trip.

Los ging es Freitag Vormittag pünktlich Richtung München, wo ich etwa 2 Stunden Aufenthalt hatte.

München ist ein toller Flughafen

Nicht nur, dass die Lufthansa einen mit kostenlosen Getränken (Kaffee, Espresso, Cappuccino, usw.) versorgt, es ist an sich sehr entspannt die Wartezeit bis zu seinem Weiterflug zu überbrücken, hierzu zähle ich vor allem die Liegen an den Gates 2,3,4, von wo aus man ganz entspannt den Flugzeugen beim Steigen in den Himmel zusehen kann.

Weiter ging es Richtung Berlin und dort angekommen landete unser Flugzeug pünktlich mit einem herrlichen Landeanflug um den Fernsehturm herum in der sonnigen Hauptstadt.

Der Flughafen in Berlin Tegel

ist ein wahrer Schandfleck, klein, eng unübersichtlich, der Knaller ist aber die quasi nicht vorhandene Infrastruktur. In die Innenstadt von Berlin gelangt man erstmal nur mit dem Bus. Da ein Bus bekanntlich nicht so groß ist, war dies kurz nach meiner Ankunft am Terminal A ein kleines Problem.

Die Line TXL Richtung Alexanderplatz über den Hauptbahnhof, also die Linie, mit der alle fahren wollen, hatte Verspätung. Normalerweise fahren diese Busse alle 10 Minuten, es vergingen 20 Minuten und kein Bus war in Sicht. Nach 25 Minuten kam der Bus dann endlich an, das Problem war aber, dass etwa 250 Menschen in einen Bus für max. 60-70 wollten. Das Gedränge war groß und dann mussten die Türen geschlossen werden, der Rest blieb draussen.

Die Menschenmasse war ein wenig geschrumpft, bis dann aber 10 Minuten später der nächste TXL ankam, war diese wieder durch neu gelandete Personen gewachsen. Das gleiche also wieder von vorne.

Ich gab entnervt auf und suchte mir eine neue, etwas kompliziertere Strecke, die aber nicht so stark frequentiert war. Zwei Stunden später erreichte ich das etwa 7 km entfernte Hotel.

Das 4 Sterne Hotel Mercure MOA

im Stadtteil Moabit erreicht man am besten über die U-Bahn-Station Birkenstrasse. Vom Flughafen ist es, wie gerade erwähnt, etwas komplizierter.

Auch wenn Moabit nicht gerade der einladendste Stadtteil von Berlin ist, so ist die Lage des Hotels doch sehr gut. Im gleichen Gebäude befindet sich ein Edeka, ein Fitnesscenter, ein Asiate und auch mehrere kleine Restaurants sind fussläufig sehr gut zu erreichen.

Da ich mir ein Zimmer mit meinen beiden Schwestern teilte, bekamen wir ein Zweitbettzimmer mit Zustellbett. Die Zimmer waren sehr groß und einladend. Es war sauber und modern eingerichtet. Durch die großen Fenster strömte unendlich viel Sonnenschein ins Hotelzimmer, was dem ganzen einen besonderen Charme gab.

Zur Ausstattung gehörten neben Safe, Minibar, Espresso-Maschine, Wasserkocher, Bügeleisen auch zwei Fernseher, ein großer Ankleidebereich und ein riesiger Business-Schreibtisch.

Das Badezimmer war klein, hatte allerdings eine sehr große Dusche und war sauber.

Das Frühstück im MOA Berlin ist dem eines 4 Sterne Hotels entsprechend. Man hat viel Auswahl an Obst, Joghurt, Frühstücksflocken und Kuchen, Muffins, Donuts.

Die Brötchen waren nicht der Knaller aber ein englisches Frühstück mit Bohnen, Rührei und Speck allein macht mich schon glücklich  und dies war sehr gut, vor allem der Speck 🙂

Die Bedienung zum Frühstück lässt allerdings zu wünschen übrig. Nicht nur, dass man kaum mit dem Abräumen und sauber machen der Tische hinterher kommt, als Gast bekommt man am Morgen kein freundliches Gesicht oder gar ein Guten Morgen zu hören. Das geht für ein 4 Sterne Haus gar nicht!

Meine Familie und ich wir entschieden uns am Freitag für das Abend-Essen für das Restaurant Lichtblick in Moabit.

Problem nur, es bediente uns keiner. Nach 15 Minuten verließen wir das Restaurant wieder, da sich bis dato keiner um uns bemüht hatte. Der Knaller war, dass das Personal uns zwar sah, sich aber erstmal genüsslich eine Zigarette anzündete… Naja.

Wir gingen die Birkenstrasse ein wenig hinunter zum Italiener La Luma, welchen ich am Nachmittag schon erspäht hatte. Auch wenn der Laden von Aussen nicht so einladend aussah, im Inneren war alles bestens. Schick und nett, eine Pizzeria mit den rot/weiss karierten Tischdecken, ich fand es klasse!

Wir orderten drei Pizzen und zwei Nudelgerichte, dazu Prochutto als Vorspeise und natürlich Getränke. Tja, liebes Lichtblick-Restaurant, da ist euch schon Umsatz verloren gegangen…

Aufgrund der Preise im La Luma, erhofften wir uns nichts besonderes, die Pizzen die dann aber an den Tisch gebracht – und zuvor in der offenen Küche frisch zubereitet wurden (ja, man kann zugucken) – waren mit 32 cm sehr groß und schmeckten wirklich fantastisch! 

Das Essen und die Bedienung im La Luma sagte uns letztlich so sehr zu, dass wir uns am zweiten Abend in Berlin wieder für das gleiche Restaurant entschieden.

Wenn ihr also einmal das MOA in Berlin besuchten solltet, dann speist im La Luma! Das Preis/Leistungsverhältnis ist gigantisch!

Kurztrip nach Berlin

 

Weitere Bilder vom Kurztrip nach Berlin auf Instagram.

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