21. August 2014

Fliegerbombe in Hildesheim

By Sven Meister In Allgemein

Und da sage noch mal einer Hildesheim sei eine Geisterstadt.

Am Dienstag, den 19. August 2014, herrschte rege Aufregung in der Hildesheimer Innenstadt, Grund war der Fund einer 5-Zentner-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Liebe Briten, ihr hättet euer Spielzeug gern wieder zurück haben können.

Aber mal von vorne. Ich durfte das Ganze hautnah erleben. Für mich began der sehr aufregende Tag morgens auf dem Weg zur Arbeit. Kurz vor dem Ziel wunderte ich mich schon, dass ein Polizist die Strasse in die Innenstadt absperrte, keiner durfte mehr hier entlang fahren (aber kein Unfall war zu sehen) – sehr kurios; ein Auto mit Anhänger, samt BOOT darauf, musste nun mit einem schwierigen Manöver wieder wenden, denn die beiden anderen Strassen waren Einbahnstrassen, somit blieb nur noch der Weg zurück.

Nun denn, auf der Arbeit angekommen wurde ich kurz informiert, dass eine Bombe bei Galeria Kaufhof gefunden worden sei, jeder aber was anderes erzähle – ich schenkte ich dem erstmal keinen Glauben. Etwa 30 Minuten später laß man auf Twitter und Facebook bereits die ersten Nachrichten, dass Galeria Kaufhof und auch die Arneken Galerie komplett evakuiert wurden. Na toll, und wir lagen genau dazwischen. Die Neuigkeiten verdichteten sich darauf, dass eine Bombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden wurde, etwa 80 Meter Luftlinie von meinem Büro. Auch wurden Grafiken veröffentlicht, die den 300 Meter Radius der Evakuierung zeigten. Bei uns war weiterhin niemand.

Nach und nach schlossen dann die Geschäfte in der Fussgängerzone und auch wir bekamen von der Polizei den Hinweis, das wir unser Geschäft schliessen müssen – die Mitarbeiter können jedoch noch bleiben – solange bis weitere Aufforderungen kommen.

Die Innenstadt wurde mehr und mehr zu der Hildesheimer Geisterstadt und gegen 11.30 Uhr war es dann soweit – plötzlich und ohne Vorwarnung stand die Feuerweh im Büro und forderte uns auf das Gebäude umgehend zu verlassen.

Fliegerbombe in Hildesheimer Innenstadt

Alles in Allem war es das dann schon, es hallte noch den ganzen Tag nach und war in der ganzen Stadt das Gesprächsthema. Gegen 18 Uhr war dann alles ganz schnell vorbei – die Bombe wurde entschärft – bzw. sie war es schon vorher, aufgrund des ganzen Rost konnte man dies nicht sofort erkennen.

FAZIT: Ende gut, alles gut, der besagte Vormittag war auf jeden Fall sehr interessant und so etwas erlebt man nicht jeden Tag 🙂

 

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