4. September 2016

Kurztrip Rom

Ein Sommer-Wochenende in Rom

By Sven Meister In Travel

Samstag, 30.07.2016: Der Wecker zeigt 01:15 Uhr

Auf geht´s

Wie das immer so ist, bei Urlaubsreisen fällt einem das Aufstehen auch bei solchen Zeiten sehr….leicht! Ratzfatz ging es und schon etwa eine Stunde später saßen L. und ich im Auto gen Hamburg um nach Rom zu fliegen. Weit kamen wir aber nicht, geschlagene 20km hinter Hildesheim wurde der Reise ein vorzeitiges Ende gesetzt. Wir fuhren in einen Stau, wurden langsamer und langsamer und standen letztendlich. Wir standen und standen, die Zeit rannte. Da ich bei einer Anreise, z.B. wie hier nach Hamburg über 198km, immer eine Pufferzeit einplane, waren wir am Anfang noch recht entspannt. Als es aber nach 20 Minuten kein vorankommen gab, auch nach 40 Minuten nicht, wurden wir langsam nervös. Sicherlich war noch immer genug Zeit nach hinten, da wir aber für den Flug von Hamburg ein BusinessClass Ticket gebucht hatten, wollten wir noch zeitig am Flughafen sein, um die BusinessLounge auszuprobieren.

Weiter geht´s

Nach guten 65 Minuten ging es langsam weiter – Gott sei Dank – und auch der Stau fand dann recht schnell sein Ende. Mit durchgedrücktem Gaspedal auf der völlig überfüllten Autobahn (Ferienverkehr um 3 Uhr nachts(!!!), unglaublich was da los war) ging es dann im Flugtempo Richtung Hamburg.

BusinessClass und BusinessLounge

Gebucht hatten wir für den Flug nach Frankfurt ein BusinessClass Ticket über ein Upgrade. Das war gar nicht so teuer und den Spaß wollten wir uns einmal gönnen.

Wakeup #latte #kaffee #frühstück #travel #lufthansa #businesslounge

Ein von @flyzeit gepostetes Foto am

Die langen Schlangen beim SecurityCheck umgingen wir mit einem Grinsen auf den Lippen über die FastLane. Auch trotz des Staus auf der A7 erreichten wir den Flughafen Hamburg zeitlich und konnten uns nun bei einem Frühstück in der BusinessLounge der Lufthansa etwas entspannen. Auch beim Boarding liefen wir mit einem Grinsen an den lauernden Fluggästen vorbei und stiegen als erstes ins Flugzeug ein. Beim Flug nach Frankfurt wurde uns das Frühstück auf einem Porzellan Teller gereicht – auch wenn wir gar keinen Hunger hatten, Lachs lässt man sich nur ungern entgehen, stimmt´s?

Rom Fiumicino

Angekommen in Rom, ging es zum Zug. Der Leonardo Express bringt einen für 14 Euro pro Person in etwa 40 Minuten zum Hauptbahnhof Roms, dem Termini. Wie wir schon vorgelesen hatten, ist es unbedingt wichtig seine Zugtickets zu entwerten. Wir fanden zunächst keinen Automaten hierfür. Das „nette“ Personal vor den Gleisen ließ verlauten, dass wir durch das Drehkreuz gehen sollten, das war´s… Aber Vorsichtig! Die Info war nämlich falsch! Nach dem Drehkreuz musste die Karte doch noch entwertet werden. Jaja, die Italiener, die Schlingel.

Hotelsuche und Google Maps

Laut Google Maps lag unser Hotel nur etwa 15 Minuten zu Fuss vom Bahnhof Termini entfernt, also ein Klacks. Leider gestaltete sich die Suche der passenden Wege durch die engen Gassen Roms doch etwas schwieriger. Da Google Maps auch noch meinte, es müsse dauerhaft die falsche Richtung anzeigen, kamen wir erst 50 Minuten später am Hotel an. Naja, wenigstens haben wir schon etwas von Roms Gassen sehen können 🙂

Hotel dei Borgia

Gebucht waren wir im 4 Sterne Hotel die Borgia, welches eine perfekte Lage in der City von Rom bot, ganze 15 Minuten zu Fuss vom Colosseum entfernt. Die Lage war auch spitze!

Aber auch das Hotel selbst war erste Sahne. Die freundliche Dame an der Rezeption war tatsächlich die erste nette Person (!) die wir in Italien antrafen. Unglaublich, aber es blieb auch dabei bis zum Ende der Reise. Das Hotel ist in Fluren und Zimmer sehr gut klimatisiert. Die Zimmer sind hell, sauber und nicht beengend. Auch das Badezimmer war schick und sauber. Etwas Panik hatten wir, nach den schlechten Erfahrungen unseres Barcelona Trips, nun vor dem Frühstück. Aber weit gefehlt, das Frühstück war klasse. Auch in der Ferienzeit war immer genug Platz im Restaurant, so dass man nicht Schlange stehen musste. Das Frühstück-Buffet war für ein 4 Sterne Hotel angemessen, es gab von allem etwas, von Brot, Brötchen, Croissants über frisches Obst und deftiger mit Speck (der übrigens delikat lecker war!) und Rührei.

Colosseum

Klar, das Wahrzeichen Roms mussten wir uns sofort anschauen. Direkt nach dem CheckIn im Hotel und dem Eincremen mit Sonnenmilch ging es los auf einem sehr schönen Weg Richtung Colosseum. Knapp 20 Minuten später, mit einigen Fotopausen, erreichten wir das Colosseum und konnten einen traumhaften Anblick beim Sonnenuntergang genießen. Bilder sprechen mehr als tausend Worte:

That’s #Rom. More pictures in a few 😃👍🇮🇹

Ein von @flyzeit gepostetes Foto am

Trip durch Rom

Für unseren Trip durch Rom buchten wir uns eine Tageskarte für die Metro, welche pro Person stolze 8 Euro kostete (!), was im Gegensatz zu einer Tageskarte in Deutschland ein Witz ist. Mit der Karte ließ es sich auch durch ganz Rom fahren. Los ging es in den Vatican-Staat zum Petersdom, um einmal einen Blick auf den Balkon des Papstes zu werfen:

Was man sich für einen Trip zum Vatican merken sollte: Steigt nicht an der letzten Metro Station „*****“ aus, sondern direkt an der Station „****“. Auch wenn es auf der Karte anders ausschaut, der Weg ist kürzer und einfacher.

Mit der Metro ging es weiter Richtung „zurück“, der nächste Stopp war der Piazza del Popolo. Hier tümmeln sich jede Menge „Rosenschenker“, die einem glatt eine Rose in die Hand drücken, dann ein Gespräch anfangen und Geld haben wollen. Also am besten direkt konsequent ignorieren.

Am Piazza del Popolo haben es uns sehr die kleinen Brunnen angetan, gerade bei Temperaturen um die 38 Grad, war es eine Genugtuung kurz die Hände in das kalte Wasser zu tauchen. Zu Fuss erreichten wir auch eine Brücke über den Tiber, so dass wir kurz einen Blick auf den größten Fluss in Rom werfen konnten.

Der nächste Stopp für L. und mich war der Trevi-Brunnen. Von der naheliegenden Metro-Station Barberini ist es noch ein Fussmarsch von knapp 15 Minuten.

Die Menschenmassen um den Trevi-Brunnen sind nicht zu unterschätzen, es empfiehlt sich aber einfach, statt frontal vor dem Brunnen, sich an eine der beiden Seiten zu stellen. Hier hat man genügend Platz um sich mit dem Rücken zum Wasser zu stellen und seinen Wunsch über die Schulter zu werfen.

Mein Wunsch ging leider bis heute nicht in Erfüllung.

Vom Trevi-Brunnen aus ging es am späten Nachmittag noch einmal zum Colesseum.

Durchgeschwitzt, mit brennenden Füßen aber gestärkt durch eine sensationelle italienische Pizza war der Tag ein voller Erfolg und wir konnten wiedermal sehr viel sehen in sehr kurzer Zeit. Planung ist das halbe Leben 🙂

Heimreise an meinem Geburtstag & Frequent Traveller

Am 1. August ging es schonwieder nach Hause. Nach einem ganz entspannten Frühstück fanden wir diesmal den Weg vom Hotel zum Bahnhof Termini in gut 15 Minuten. Jetzt passte es 🙂 Mit dem Leonardo Express ging es dann zurück zum Flughafen. Ich hatte mir den Flughafen in Italien deutlich chaotischer vorgestellt, es war zwar extrem voll, aber wir fanden recht schnell den SelfCheckIn Automaten und kamen auch gut durch den SecurityCheck. Shoppingmäßig war es am Flughafen Fiumicino eher enttäuschend. Zur Feier des Tages, meinem Geburtstag, gab es statt Kaffee und Kuchen eine große Packung Toblerone mit einem Wasser am Gate. Hat doch auch was, oder? 🙂

No #birthdaycake @rome Airport but an alternative or what?! 🙈😃✈️

Ein von @flyzeit gepostetes Foto am

Für mich war es schon Geschenk genug, an meinem Geburtstag fliegen zu können und das natürlich mit meiner kleinen Schwester L. an meiner Seite. 5 Stunden später – und einer um eine Stunde verlängerten Zwischenlandung in München – erreichten wir den Flughafen in Hamburg und traten die Heimfahrt nach Bad Bevensen an. Ein durchaus gelungener Kurztrip ging zu Enden und ließ uns neben tollen Erinnerungen auch wieder eine Menge neuer Fotos!

1 Kommentar
  1. […] unsere Kurzreise nach Rom dachte ich mir, dass L. und ich uns mal etwas Besonderes verdient […]

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