25. Januar 2016

Kurztrip Wien

Wien in 2 Tagen

By Sven Meister In Travel

Samstag, 23.01.2016: Der Wecker zeigt 02:05 Uhr

Der Kurztrip nach Wien sollte schon einen Tag zuvor beinahe zum scheitern verurteilt sein.

Meiner Freundin ereilte eine heftige Erkältung, die sich zum Ende hin noch sehr hartnäckig hielt. Aber einig, uns davon nicht abhalten zu lassen, ging es früh ins Bett.

Da für die Nacht von Freitag auf Samstag Eisregen

angesagt war, war mein Schlaf sehr unruhig. Wie es dann so kommen sollte, wachte ich gegen 2 Uhr auf und hörte den Regen ans Fenster klopfen. Hellwach und grübelnd im Bett liegend, ob wir nicht doch lieber mit dem Zug zum Flughafen fahren sollten, stand ich gegen 3 Uhr auf, zog mir einen Jogginganzug an und lief nach unten auf die Straße.

Die Straße war natürlich glatt, mein Auto komplett mit einer Eisschicht überzogen und es wollte auch nicht aufhören zu regnen.

Egal, no risk, no fun dachte ich mir, lief wieder nach oben, warf meine Freundin aus dem Bett, machte mich fertig und begann dann das Auto freizulegen. Etwa 20 Minuten später konnten wir losfahren, mit ausreichend Zeit im Nacken und in aller Ruhe.

Die etwa 50km bis zum Flughafen Hannover schafften wir mit max. Tempo 70 in gut einer Stunde und waren überpünktlich am Terminal.

Zwar ist es immer ein Risiko bei Eisregen mit dem Auto zu fahren, mitten in der Nacht allerdings mit dem Zug über den Hauptbahnhof Hannover erschien mir aufgrund der zunehmend komischen Gestalten als ein noch höheres Risiko, zumal ich meine 2500 Euro teure Kamera im Gepäck hatte.

Pünktlich ging es dann auch mit der Germanwings gen Süden, wo wir etwa 1 Stunde später das eisige, aber strahlend blaue Wien erreichten.

 

 

 

 

Die Wege in Wien führten uns

diesmal vom Flughafen Wien mit dem City-Airport-Train in die Innenstadt Wien Mitte und von dort aus zu Fuß Richtung Stephansdom, wo wir erst einmal vor der Kälte in das Café Weinwurm (leckeres Frühstück, aber die miesen Bewertungen bezüglich der unfreundlichen Bedienung konnten wir zu 100% nur bestätigen!) zum frühstücken verschwanden.

Gestärkt ging es dann einmal um den Stephansdom zurück zur Bahnstation Wien Mitte, von wo aus wir dann den Weg zum Hundertwasserhaus erspähten. Der eisige Wind, der regelrecht durch die Innenstadt Wiens peitschte, ließ uns den einen und anderen Stopp in den unzähligen Schokoladengeschäften einlegen. Ein paar Tafeln Mozartkugeln begleiteten uns ab da an…

Auch wenn es natürlich zauberhaft war, fing es gegen Mittag extrem an zu schneien, was die kleine Sightseeing-Tour dann auf ein Minimum verkürzte und nach dem Hundertwasserhaus die Suche nach dem Hotel begann.

Apfelstrudel

Einen Zwischenstopp legten wir noch im Einkaufszentrum „Mall“ von Wien Mitte ein – denn der Magen verlangte mal wieder nach Aufmerksamkeit.

Hier wurden wir in der ersten Etage bei einem kleinen Restaurant namens „Mitte“ fündig, was nicht so wie die angrenzenden total überfüllt war. Entweder schlecht oder teuer dachten wir uns, aber weit gefehlt, es war weder schlecht noch teuer.

Wir orderten uns einen Shrimps-Salat und zum Dessert einen Apfelstrudel. Von beidem waren wir absolut begeistert! Auch wenn ich persönlich kein Fan von Apfelkuchen, Apfelmus oder irgendetwas was Äpfel beinhaltet bin, so war dieser Apfelstrudel doch schon ein kleiner Orgasmus für die Geschmacksnerven.

Das Hotel HB1 lag in der Nähe vom Schloss Schönbrunn

Vom Westbahnhof (Vorsicht! Hier gibt es sehr viele Bettlerinnen – scheinbar aus Osteuropa – vor denen man sich in Acht nehmen sollte – eine versuchte sich an einem Rucksack zu schaffen zu machen) ging es mit der Straßenbahn weiter und so langsam begann das schöne Wien sich in eine normale Großstadt mit viel Dreck und Elend zu verwandeln.

Der Schnee wurde immer mehr und mehr, ein sehr schöner Anblick war das verschneite Schloss Schönbrunn…

Nur eine Kurve weiter mit der Straßenbahn fanden wir unser Hotel, von dem wir doch im ersten Moment sehr erschrocken waren – warum, das erfahrt ihr hier.

Am zweiten Tag ging es zu Fuß vom Hotel zum Schloss Schönbrunn, ein Weg der etwa 10 Minuten Zeit kostete. Leider war der Schnee vom Vortag schon wieder komplett weg und wir hatten nur noch ein Schloss das sich im grauen Regenmantel des Sonntages schmückte und weniger einladend ausschaute.

Dennoch ist das Schloss Schönbrunn

auf jeden Fall eine coole Location für Portraitbilder.

Nach einer kurzen Wanderung über das Schlossgelände (auf eine Besichtigung des Schlosses hatten wir keine Lust), ging es dann wieder Richtung Flughafen und mit einem Bilderbuch-Start über das leuchtende Wien zurück nach Hannover.

2 Kommentare
  1. Marie 16. März 2016

    Wien ist schon einte tolle Stadt! Sehr schöne Bilder, weiter so.

    Grüße,
    Marie.

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  2. Lena 18. März 2016

    Hallo Sven,

    schöne Bilder, ich würde auch gerne mal nach Wien, nimmst du mich mal mit :-P?

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