22. Juli 2015

Das erste Mal Griechenland (Kreta)

By Sven Meister In Travel

Da so ziemlich jede spanische Insel schon abgegrast wurde entschieden wir uns dieses Mal für einen Kurztrip nach Griechenland, genauer gesagt Kreta.

Kreta, die Heimat von Zeus, miesen Kiesstränden aber typisches griechisches Abendessen. Die Bewertungen gingen weit auseinander, allem voran war ich allerdings auf die Strände gespannt, denn davon hörte ich nicht viel Gutes.

Los ging es am Freitag um 5.30 Uhr von Hannover mit einem Airbus 321 der Condor (DE 5692) Richtung Heraklion. Es klappte alles, meine Freundin war rechtzeitig für die Abfahrt zum Flughafen fertig, der reservierte Parkplatz samt Transfer am Flughafen klappte, der Checkin dauert nur 15 Minuten und auch die reservierten Plätze im Flieger konnte die Condor finden. Einziger Wermutstropfen an diesem Morgen: Defekte Bildschirme und somit keine Bordunterhaltung im Flugzeug. Nicht die Unterhaltung fehlte, ich finde es nur immer sehr interessant zu wissen, wo man sich gerade befindet auf dem Kontinent. Das fiel flach.

Drei Stunden später landete unser Flugzeug mit einem wirklich tollen Landeanflug über die Küste von Kreta – wie sich herausstellte, war der Küstenabschnitt, den man aus dem Flieger sehen konnte, ein Teil unseres Urlaubsortes – dann wieder ein Stück Land und zum Schluß noch einmal eine Landung „fast“ auf dem Wasser. Wirklich sehr schön, der Landeanflug auf Heraklion.

Am Flughafen angekommen knallte uns beim aussteigen aus dem Flugzeug zunächst ein heftiger Wind entgegen, es fühlte sich tatsächlich kühler als in Deutschland an. Das hielt allerdings nicht lange, denn am Transferbus angekommen, hatten sich bereits die meisten Wolken verzogen und es wurde richtig schön heiss.

Der Transfer vom Flughafen zum Hotel war mit gut einer Stunden relativ flott. Unser Hotel, das Marlena in Stalis (Hotel Marlena in Stalis (Kreta)), war ein drei Sterne Hotel mit Halbpension. Für das verlängerte Wochenende zum ersten Mal auf Kreta sollte dies ausreichend sein. Das Hotelpersonal war sehr freundlich zu uns, wie wir in den kommenden Tagen feststellten, war dies bei allen Griechen so. Ganz im Gegenteil von Spanien, wo Touristen eben nur Touristen sind, fühlten wir uns auf Kreta sehr willkommen.

Unser Hotel war sauber aber klein, eben perfekt zum schlafen. Dabei sollte es auch bleiben, es ging also sofort los die Gegend erkunden. Nur etwa 8 Minuten Fussweg brauchte es bis zum Strand und hier waren wir sehr positiv überrascht. Wunderschöner Sandstrand, kristallklares Wasser, ein tolles Panorama mit den Bergen im Hintergrund, einfach herrlich.

Urlaub Kreta Flug Condor De1693

Urlaub in Stalis (Kreta) - MeerpanoramaUrlaub in Stalis (Kreta) - Meerpanorama

Urlaub in Stalis (Kreta) - Meerpanorama Urlaub in Stalis (Kreta) - Meerpanorama Urlaub in Stalis (Kreta) - Meerpanorama

Wir schlenderten durch das Meer, welches angenehm warm war und konnten an den meisten Stellen sogar bis zu 50-60 Meter hineingehen, das Wasser ging einem gerade mal bis zum Oberschenkel.

Am zweiten Tag waren wir dann auch im Meer schwimmen. Klar, am Anfang ist es immer kalt, aber die Wassertemperatur war sehr angenehm, so dass man auch nach gut 30 Minuten noch nicht fror.

Im Urlaubsort Stalis gab es, direkt am Strand oder im kleinen Ort wenige Meter weiter, sehr viele Bars und Tavernen. Wir entschieden uns am ersten Tag gegen Mittag für eine Bar, etwa zwei Meter vom Wasser entfernt, und bestellten Gyros, Bier und Cola. Die Bedienung in dieser Bar – und auch in den anderen in denen wir waren – war wirklich ausgezeichnet. Am letzten Tag kurz vor der Abreise zum Flughafen, waren wir das 6mal in dieser Bar, was mitunter daran lag, dass wir uns mit dem Kellner dort super verstanden.

Das Essen und die Getränke waren groß und preislich absolut in Ordnung – zB bezahlten wir für ein großes Bier 3,20 Euro, das Gyros fiel mit 5,50 Euro zu Buche.

Wir verbrachten viel Zeit am Strand und an den Bars, chillten unser Leben und genossen Sonne und Meer. Im Hotel waren wir nur zum essen und schlafen.

Das Essen im Hotel war in Ordnung, ich bin aber deutlich besseres gewöhnt. Was hierbei allerdings am meisten störte war nicht das Hotel, sondern die Gäste. Rauchen im Restaurant – auch wenn es auf der Terrasse war – geht in meinen Augen gar nicht, wenn andere Gäste daneben sitzen und essen.

Am Montag war dann der Tag der Rückreise gekommen. Auch hier klappte Rücktransfer und Checkin reibungslos. Es empfiehlt sich also, ein paar Euro mehr für einen bekannten Reiseveranstalter auszugeben.

Große Panik hatte ich bereits aus diversen Kommentaren vor dem Flughafen Heraklion. Schlangen bis raus vor die Tür, chaotische Abläufe, Dreck an jeder Ecke usw… Es war nicht so, wie man sich das Ganze wünscht, soviel war klar. Angekommen am Flughafen Heraklion gab es für zwei Condor-Flüge zwei Checkin-Schalter und dementsprechende Schlangen davor. Das reinste Gewühl, denn nach dem Checkin, darf man seine Koffer noch an einem extra Schalter aufgeben der auf der anderen Seite des Flughafens lag, dementsprechend mussten sich alle Fluggäste wieder mit den Koffern durch die Schlangen und dem völlig überfüllten Flughafen kämpfen. Wir hatten Glück: Drei Minuten bevor wir an der Reihe waren, öffnete zwei Meter entfernt von uns ein zusätzlicher Koffer-Checkin 🙂 Das war wirklich Glück.

Alles in Allem klappte aber auch hier alles wunderbar, insgesamt 1 Stunde und 15 Minuten brauchte es von der Abholung am Hotel bis nach die Sicherheitskontrollen am Flughafen, eine Zeit die ich auch noch nie geschafft habe!

4 Stunden später am Flughafen Hannover angekommen, war es ein Temperaturabfall von 35 Grad in Heraklion auf 15 Grad in Hannover (23 Uhr). Zwei Tage später lag ich mit einer schönen Erkältung erstmal Flach.

 

Was sagst du?