28. Oktober 2015

Einmal Wien und zurück

Wien in 22 Stunden

By Sven Meister In Travel

Freitag, 23. Oktober 2015: Der Wecker zeigt 02:02 Uhr

Es wird Zeit, Zeit um wach zu werden, denn um 02:15 Uhr wird der Wecker laut werden. Um nicht zu verschlafen, da dieser Trip quasi „mitten in der Woche“ stattfand, stellte ich mir gleich drei Wecker im 5 Minuten Abstand – und das obwohl ich einen relativ leichten Schlaf habe.

Da war er nun gekommen, der Tag an dem ich das „erste Mal“ allein die Welt entdecken, mich alleine ins Flugzeug setzen und allein im Ausland sein werde. Um kurz nach 2 ging es los mit einer Tasse Kaffee, dann duschen und noch einmal alles checken, dann ab ins Auto und zum ca. 50km entfernten Flughafen Hannover.

Da der Flug mit Germanwings von Terminal 1 ausging, reservierte ich mir schon vorab einen Parkplatz im Parkhaus 1, direkt gegenüber. Für einen Tag parken zahlte ich hier 20 Euro, das ist in meinen Augen absolut okay, denn mit dem Zug wäre ich mehr Geld losgeworden. Das Parkhaus war auch recht leer, so dass bereits auf der ersten Etage direkt einen Stellplatz fand. Einmal über die Strasse und schon war ich an Terminal 1, das ist Luxus 🙂

Weiter ging es mit etwas Wartezeit am Terminal durch die Sicherheitskontrollen und dann recht zügig an Bord des A319 D-AGWP von Germanwings. Verspätung? Gab es nicht. Pünktlich ging es gen dunklen Morgenhimmel von Hannover, ein Bilderbuchstart über die Lichter der Stadt, durch die Wolkendecke und dem Sonnenaufgang darüber entgegen.

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Nach einer Stunde Flugzeit landete der Flieger pünktlich am Flughafen in Wien. Jetzt war es also geschehen, mein erste Mal war vollbracht, das erste Mal habe ich ausländischen Boden ganz alleine betreten. Am Terminal 3 angekommen ging ich direkt weiter zum City-Airport-Train, eine wunderbare Transfermöglichkeit vom Flughafen nach Wien-Mitte und zurück für schlappe 17 Euro. Ein kleiner Tipp: Beim Kauf des CAT Tickets kann man 3fach Miles & More Meilen sammeln; einfach ein Account erstellen und seine Vielfliegernummer hinterlegen!

Wien-Mitte

Die Fahrt dauerte lediglich 16 Minuten, diese war allerdings auch eher unspektakulär. Angekommen in Wien-Mitte, in einem Einkaufscenter (wenn man das so bezeichnen konnte) ging es raus an die frische Luft. Kurze Orientierung mit Blick nach rechts und links und los ging es Richtung „rechts“, denn der Stephansdom war deutlich zu erkennen und was gäbe es für den Anfang für ein besseres Ziel? Die Strassen von Wien sind alle sehr klein und eng und schauen ähnlich aus. Ich musste schon etwas aufpassen und mir den Weg merken, da ich kein Navi oder Internet bei mir hatte. Da ich noch recht früh in Wien ankam war die Innenstadt noch sehr leer. Ich nutzte die Gunst der Stunde für ein paar Fotos der Innenstadt. Gegen Mittag war dies kaum mehr möglich, denn dann kamen alle aus ihren Löchern gekrochen und die Stadt wurde voll, sehr voll. Mein Weg führte mich vom Stephansdom weiter Richtung Hofburg. Ein richtig netter Platz von wo aus viele Kutschfahrten starteten. Ich fühlte mich ein wenig in einer vergangenen Zeit mit dem Anblick der Burg und der Pferdekutschen davor.

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Weiter ging es über den Josef Platz Richtung Wiener Staatsoper – hier bekommt man die Tickets der kommenden Shows regelrecht aufgequatscht. Fand ich nicht gut aber dies war auch der einzigste negative Touripart in Wien.

Von der Wiener Staatsoper ginge es rüber zum Hofgarten, ein wunderbarere kleiner Park vor der gigantischen Nationalbibliothek und ein perfekter Ort um Ruhe und Kraft zu tanken.

Im Hofgarten ist es wirklich ruhig, auch wenn ich direkt in der Innenstadt war, so bekam ich doch recht wenig mit von Strassenlärm und Menschenmassen.

Nach nun gut 4 Stunden Fussmarsch – ja mit dem einen oder anderen Verläufer´l – ging es dann langsam wieder Richtung Bahnhof. Ein Marsch von gut 45 Minuten.

Die Füße taten weh, die Menschenmassen wurden nervig und Regen zog auch langsam auf. Aus diesen Gründen entschied ich mich langsam den Heimweg anzutreten. Als ich wieder im Zug saß, war dies wie eine Genugtuung. Endlich sitzen, endlich Wärme, endlich ausruhen.

Das letzte interessante Ziel war nun der Flughafen in Wien. Für Flugbegeisterte Menschen ist dies auf jeden Fall eine Landung wert. Schon vom Terminal, vor dem Check-In, hat man einen wunderbaren Blick über das Rollfeld (zumindest einem Teil davon) und Startbahn. Ich konnte zwei Boeing 747 vor mir abheben sehen, das war ein erstaunlicher Anblick!

Der Trubel am Flughafen Wien nahm gegen 18 Uhr deutlich ab und zu diesem Zeitpunkt erschien auch mein Rückflug auf den Anzeigetafeln. Nach etwa 5 Minuten hatte ich dann die Sicherheitskontrollen hinter mir und saß an Gate F05. Ich wollte mir eigentlich noch weiter den Flughafen anschauen, doch dafür fehlte es mir an Energie noch einmal aufzustehen 🙂

Pünktlich ging es dann, wieder mit Germanwings, zurück nach Hannover, welches ich nach etwa 60 Minuten Flugzeit und einem ziemlich lauten Bremsweg erreichte.

Freitag, 23. Oktober 2015: Der Wecker zeigt 23:47 Uhr

Ich liege wieder in meinem Bett, ein wahrlich gelungener Ausflug, einmal Wien und zurück!

 

Schritte 23.10.2015: 24.981

Bilder (C): Sven Meister Kamera: Nikon D7100 Objektiv: Sigma 17-70mm 2.8-4

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